Vereins-History

Vereinswappen bis 1980
Vereinswappen bis 1980

Knapp 88 Jahre war der Post-Sportverein Hamburg e.V. fester Bestandteil des Hamburger und Deutschen Sports. Ein lange Zeit, in welcher der Verein alle Höhen und mit dem Insolvenzantrag am 29. April 2013 eben leider auch alle Tiefen miterlebt hat. Eine Zeitspanne, in der der Post SV Hamburg dreimal seine Hauptsportstätten wechseln musste, während und nach dem 2. Weltkrieg – wie so zahlreiche andere Sportvereine – viele Sportkameraden verlor, und nach dieser schrecklichen Ära seine Blütezeit erlebte.Es ist nur allzu schwer, diese Jahre in wenigen Worten das zu verleihen, was sie für den Sport in „unserem“ Verein bedeuteten. Am besten gelang dieses Carl Ernst Berner, dem Verfasser der nachfolgenden Zeilen zum 50jährigem Vereinsjubiläum:

Geburtstage, Ehrentag, Jubiläen sind nicht nur Anlässe zum Feiern, sie sind vielmehr auch Stationen eines Lebens, eines Schaffensweges, an denen der Blick zurück erlaubt und begründet ist.Dies geschieht nicht selten in feierlichem Rahmen. Wenngleich das Feiern aus solchen Anlässen Ausdruck der Freude und des berechtigten Stolzes über das Erreichte ist und somit zur Entspannung, zum Loslösen aus dem nicht immer erfreulichen Alltagsbereich verhilft, ist nicht zu übersehen, dass z.B. ein 50jähriges Vereinsbestehen nicht nur eine Summierung erfolgreicher Arbeiten, nicht nur ein ständig auf der Höhe zustrebende Erfolgskurve ist.Ein halbes Jahrhundert Leben – auch Vereinsleben – führt zwangsweise auch durch Tiefen! Betrachtet man den Zeitabschnitt 1925 bis 1975 einmal historisch, so wird erkennbar, dass sowohl eine politisch wie wirtschaftlich derart bewegte Zeit wie sie die letzten 50 Jahre darstellen, nicht ohne Einfluss auf die Menschen und ihre Lebensart, auf ihre Ansprüche, auf ihre Gesellschaftsform bleiben konnte.

Auch der Sport,in erster Linie von Idealisten getragen, hats sich diesen Wandlungen nicht verschließen können. In einer Zeit hochgezüchteten Profisports erscheinen Berichte über sportliches Tun und Treiben zum Anfang dieses Jahrhunderts kaum noch glaubhaft. Und doch sind sie wahr! Sie sind so wahr, wie echtes sportliches Wirken ohne Idealismus, ohne Idealisten nicht denkbar ist. Der Breitensport, das stabile Fundament für Spitzenleistungen, liegt außerhalb von Show und Starkult. Und betrachtet man die Vereinskassen, hört die Sorgen der Vorstände, bestaunt man die Einsatzbereitschaft und den Opferwillen der ehrenamtlich im Sport tätigen aktiven und passiven Vereinsmitglieder so stellt man fest, hier, in dieser Front, stehen auch noch Idealisten, die es mit jenen aus den Gründerjahren ihres Vereins durchaus aufnehmen können. Sie finden ihren bescheidenen Lohn allein darin, dass der Verein lebt, dass der Sportbetrieb läuft und die Aktiven mit Freude ihren Sport betreiben! Und trotz vieler Enttäuschungen: sie stecken nicht auf, sie setzen nach und treiben weiter.

 

 

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