Tschüß, alte Liebe

Vereinswappen bis 1980Auch wenn ich  seit einigen Jahren nicht mehr Mitglied des Post SV Hamburg bin (über die Gründe meines Austritts soll hier geschwiegen werden), so habe ich stets mit mindestens einem Auge auf den Verein geschaut und die Geschehnisse rund um den Post SV, um „meinen“ Verein, verfolgt. Manches deutete sich an und man hatte gerade in der jüngsten Vergangenheit irgendwie eine böse Vorahnung. Was nun geschieht, sprengt aber zweifellos die schlimmsten Befürchtungen und stellt ein nie für möglich gehaltenes Schreckens-Szenario dar. Den Post SV soll es nicht mehr geben?!

Ich weiß nicht, ob ich eher wütend, enttäuscht oder traurig sein sollte. Wahrscheinlich – oder sogar ziemlich sicher – bin ich von allem etwas. Kurzum: Mein Herz blutet. Der Post SV hat über drei Jahrzehnte mein Leben bestimmt. Er war ein Teil von mir und letztendlich sogar von meiner Familie. Der Post SV hat mich begleitet, hat meine Tagesabläufe bestimmt und war immer in und bei mir. Der Verein war mein Leben.

Ich erinnere mich an schöne Spiele, grandiose „Schlachten“, enttäuschende Schlappen sowie an Ab- und Aufstiege. Da gab es viele, viele Spieler, die mitsamt ihren tollen Eigenschaften – und manchmal auch ihren Eigenarten – Geschichten schrieben, mit denen man ganze Buchbände füllen könnte. Und natürlich gab es Sachen, die mich maßlos ärgerten. Seien es Mitglieder, die sich gerne und oft über alles beschwerten, jedoch getreu dem Motto „viel reden, nichts tun“ selten bis nie mit anpackten. Oder seien es Vorstandsentscheidungen, die für mich nicht immer nachvollziehbar waren und richtig erschienen. Letztendlich hat jedoch immer eines überwogen. Nämlich das Wissen, in einer tollen Gemeinschaft und einem für mich einzigartigen Verein meinen Sport ausüben und erleben zu dürfen, wie es besser nicht sein kann. Es waren wunderbare Jahre, die mir keiner mehr nehmen kann. Diesen Rucksack voller Erinnerungen werde ich für immer bei mir tragen. Und diese Erinnerungen werden mich immer zum Lächeln bringen.

Das Umkleidehaus am Forsthof (1951)
Das Umkleidehaus am Forsthof (1951)

Ich war sieben Jahre alt, als ich 1974 Mitglied des Post SV wurde. Nachdem ich schon vorher die Plätze am Forsthof erlebt hatte und noch immer die für mich damals riesig erscheinende Sportanlage mit seinen am Rand vorhandenen Holzbaracken vor dem geistigen Auge habe, durfte ich am Neusurenland in der 3.E-Jugend (damals sagte man noch „Bubi“-Mannschaft) voller Stolz ein Trikot überstreifen.

Aus heutiger Sicht kaum vorstellbar tummelten sich seinerzeit neben einer guten Handvoll Herren-Teams etwa fünfzehn Jugend-Mannschaften auf dem Grandplatz. Der vordere Rasenplatz war noch gar nicht fertiggestellt und der heutige Platz 2 war einzig der Liga-Mannschaft und der Reserve vorbehalten. Erst als B-Jugendlicher war es uns irgendwann gestattet, auch mal das eine oder andere Spiel auf einem der Rasenplätze auszutragen.

Trainer und Betreuer erlebte ich zu Hauf. Ein Gerd Neske, dessen großer Sohn Norbert in der Liga und dessen kleiner Sohn Karl-Heinz „Kalle“ mit mir in einer Mannschaft kickte. Ein Edgar “Ede” Neu oder ein Winfried Schechten, die eine Vielzahl von Ausfahrten organisierten, von denen mir insbesondere tolle Momente in Bad Segeberg im Gedächtnis haften. Auch unter den Fittichen von Helmut Jürs und Dieter Wendt spielte ich. Ich durfte nach der „Reserve“-Zeit in der neugeschaffenen 2.Liga-Mannschaft unter einem unvergesslichen Gerd Schübel trainieren und später selbst als Trainer der 2.Liga-Mannschaft den Aufstieg in die Kreisliga feiern.

Ich erinnere mich an ein volles Vereinshaus. Mitglieder aller Abteilungen, und das waren eine Menge, genossen es, trotz des Verlustes der „alten Heimat“ in Barmbek, ein für damalige Verhältnisse schickes und fortschrittliches Sportzentrum nutzen zu können. Hier wurde gemeinsam gefeiert (z.B. die „Blau-Gelbe Nacht“), hier wurden vereinsinterne Wettkämpfe durchgeführt, bei denen die Sportschützen und Kegler Fußball, die Basketballer Tennis spielten oder die Fußballer kegelten. Es wurde gelacht, geweint, getrunken. Es gab sogar einen vom Jugend-Ausschuss initiierten Raum, den „Jugend-Keller“, den die Kinder- und Jugendlichen der Handball-, Tennis- oder Fußballabteilung als ihren Treffpunkt nutzten.

Was gab es nicht alles für Clubwirte. Die ersten, die ich kennenlernen durfte, war das Pächterpaar Busenbender. Da erinnere ich mich insbesondere an deren großen Schäferhund… Dann gab es lange Zeit Heiner Kühl. Nicht immer freundlich, aber eine ehrliche Haut mit dem Herz auf dem rechten Fleck. Ein echtes Unikum und ein Postler durch und durch. Manchmal schaffte er es, den Handball-Herren eine beträchtliche Zuschauerzahl „zu spendieren“ und lockte eine Vielzahl von Fußballern – unvergesslich ein Pokal-Viertelfinale gegen ein Oberliga-Team aus Wilhelmsburg – in die Halle am Hermelinweg. Was gab es für Feiern bei Eva und Klaus, die wir immer wieder davon überzeugen konnten, noch einen „Scheidebecher“ auszuschenken. Meist folgten mehrere davon…

Wir und ich freuten uns über großartige Hallenturniere in unserer „Arena“. Anfangs im kleinen Rahmen mit einigen wenigen Zuschauern erlebten zu den Höchstzeiten 500 bis 600 zahlende Zugucker super organisierte Hallenspiele. Viel wichtiger war dann aber eigentlich immer die anschließende „Players Night“, die im Verlaufe der Zeit annähernd Kultstatus erreichte und das Clubheim fast zum Platzen brachte. Hier wurde stets bis in die frühen Morgenstunden der Turnierverlauf aufgearbeitet und nicht selten der eine oder Spielerwechsel vorbereitet.

Ich erinnere mich an fantastische Kreisliga-Spiele Anfang der 80er, als in der Kreis- und Bezirksliga noch richtig guter Fußball gespielt wurde. Was waren das für Aufeinandertreffen, als Spieler wie Rüdiger „Scholle“ Scholz oder Priegnitz in den Derbys gegen TuS Berne mehrere hundert Zuschauer an den Neusurenland lockten. Oder das entscheidende Aufstiegsspiel gegen das punktgleiche Team von Wandsbek 81 auf der Anlage des WFC, des heutigen TSV Wandsetal, als man vor vollen Rängen bei strömendem Regen jedoch den Bezirksliga-Aufstieg verpasste.

Ich erinnere mich an die Spielzeit 1987/88, der ersten von  – man kann es wohl so sagen – Trainer-Ikone Jürgen Bruhn. Nach dem Vizetitel in der Kreisliga musste im letzten Spiel der Aufstiegsrunde ein Sieg bei der HT 16 her. Während dem Gastgeber ein Remis reichte und deren Sekt schon kaltstand, legte die Post SV-Liga an der Legienstraße ein brillantes Spiel hin, in welchem – man möge mich korrigieren – u.a. ein Bernhard „Bernie“ Rickels vielleicht das Spiel seines Lebens machte. Mit einem 4:2-Sieg wurde der Bezirksliga-Aufstieg eingetütet, die Getränke des Gastgebers blieben im Kühlschrank…

Ich erinnere mich an den nächsten Höhepunkt, den Aufstieg in die Landesliga am Ende der Spielzeit 1990/91. Was war das für ein Fight, was für eine Dramatik. Das erste Aufstiegsspiel bei Grün-Weiß Harburg wurde glatt verloren und beim zweiten Spiel gegen den SV St.Georg lag unsere Liga-Mannschaft 0:2 hinten. Doch dieses Spiel wurde gedreht und so stand‘s nach 90 Minuten 3:2 für unseren Post SV. Im letzten Spiel gegen SV Blankenese musste ein Sieg her. Eine fantastische Mannschaftsleistung mit einem schier unglaublichen Stefan „Don“ Fügel sorgte mit einem 6:1-Sieg für den Aufstieg in Hamburgs zweithöchste Spielklasse. Die anschließende Feier mit Teilen der Mannschaft des SV St.Georg bleibt unvergessen.

Ein Erfolg, den sich unser damaliger Schiedsrichter-Obmann Karl-Heinz „Kalle“ Umscheid, der für mich ein Freund war, so sehr gewünscht und erträumt hatte. Leider war es ihm nicht mehr vergönnt – wenige Wochen vorher erlag er seinem schlimmen Krebsleiden.

Ich erinnere mich an die Bezirksliga-Meisterschaft 2003/04 und den damit verbundenen Wiederaufstieg in die Landesliga. Eine großartige Mannschaft, die im letzten Saisonspiel beim VfL Hammonia durch eine große Anzahl von Postlern in zwei gecharterten Bussen begleitet wurde. Zwölf Jahre nach dem Aufstieg als Spieler hatten „Don“ Fügel nun zusammen mit Trainer Carsten Spies maßgeblichen Anteil als Liga-Obmann und „Hans-Dampf in allen Gassen“ am ersten Meistertitel seit vier Jahrzehnten. Der Post SV hatte sich nicht zuletzt dank dieser Erfolge ein hohes Ansehen und einen guten Ruf in der Hamburger Amateurfußball-Szene erarbeitet.

Die größten Erfolge der Fußballabteilung indes konnte ich nicht erleben. Dennoch hatte ich immer das Gefühl, das der Geist von „Adi“ Slama oder den Gebrüdern Fahrig, die Väter der großen Erfolge der 50er, irgendwie durch das Clubheim schwebte. Und noch heute – oder insbesondere jetzt – frage ich mich, warum es der Verein bzw. die Fußballabteilung nie geschafft hat, diese goldene Zeit für sich zu nutzen. Der Post SV spielte mit dem HSV, dem FC St.Pauli, Altona 93 oder dem Lüneburger SK zeitweise in der höchsten oder zweithöchsten deutschen Fußballklasse. Warum nur hat man diese tolle und traditionsreiche Vergangenheit, die kaum ein anderer Hamburger Verein vorweisen kann, niemals nutzen können?!

Die großen Feierlichkeiten zum 75-jährigen Vereinsjubiläum im Jahre 2000 waren vielleicht nochmal so etwas wie das letzte Aufbäumen eines der einstmals größten und erfolgreichsten Hamburger Sportvereine. Ich durfte das Jubiläumsheft schreiben und nochmal all die Erfolge einatmen, die der Post SV in einer wirklich ruhmreichen Vergangenheit erreichte. Seien es mehrfache Deutsche Meistertitel im Faustball, Europameistertitel im Radball, Deutsche Meisterschaften im Judo oder Kegeln. Oder die Qualifikation der Fußballer für Deutschlands höchste Spielklasse am „goldenen Sonntag“ am 23.12.1945, als man durch einen 4:2-Sieg über den HEBC die Teilnahme an Stadtliga sicherte. Oder die Aufstiegsrunde zur Oberliga Nord im Jahr 1950, als der Post SV als Meister der Amateurliga (der seinerzeit höchsten Amateur- und zweithöchsten Deutschen Spielklasse) an Eintracht Osnabrück, Altona 93, dem Itzehoer SV, TSV Goslar 08 und dem Blumenthaler SV scheiterte.

Die Vergangenheit ist unglaublich erfolgreich und zeichnet ein blühendes Vereinsleben mit vielen Menschen, die den Post SV nicht nur als sportliche Heimat ansahen, sondern den Verein gestalteten, ihn lebten und nach vorne brachten. Leider ist davon, es mag ein Spiegelbild der Gesellschaft sein, nicht mehr viel von übrig geblieben. Abgesehen von ein paar wenigen Idealisten war der Post SV zuletzt scheinbar zum Scheitern verurteilt. Man hat irgendwie den Anschluss verpasst, zu wenig Engagement gezeigt, viel zu wenig Neues gewagt, eine miserable Mitgliederwerbung und-betreuung gezeigt und – man muss es so knallhart sagen – vielleicht auch einfach nur versagt.

Und nun soll alles ausgelöscht werden? Ich mag es nicht glauben, werde aber wohl mit der traurigen Realität leben müssen. Über einen Teil Hamburger oder gar Deutscher Sportgeschichte wird bald nicht einmal mehr ein Stückchen Rasen erinnern. Ich bin traurig. Unendlich traurig.

Olaf Dombrowski

Print Friendly, PDF & Email

This article has 11 Comments

  1. Toller Artikel. Ich bin beim Stöbern alter Zeiten rein zufällig auf ihn gestoßen. Ich kann vieles nachvollziehen obwohl ich Ende der 70er Jahre nur 2 Spielzeiten (eine als Kapitän) selbst erlebt habe.(unter Schechten und Moldenhauer).Ich habe in Schenefeld gearbeitet und musste quer durch Hamburg nach Farmsen.
    Das war manchmal in der Woche ganz schön happig. Aber der Spaßfaktor war wirklich toll.
    Noch nach so vielen Jahren teile ich die Wut und Trauer!
    Aber so ist die Zeit – es geht immer weiter – ob wir wollen oder nicht.

  2. Hallo Olaf, vielleicht erinnerst Du Dich an mich – es ist lange her, wir spielten einst U21 zusammen. Später habe ich in der Liga gespielt und bin Ende der 80er mit in die Bezirksliga aufgestiegen, ehe es mich nach Harburg zog. Über all die Jahre habe ich neben den eigenen Ergebnissen immer auch geschaut, was mein guter alter Post SV macht. Nun gibt es ihn nicht mehr – ich bin traurig! Kann doch garnicht angehen! Irgendwie ist ein Stück Jugend gestorben. An alle die sich erinnern: Es war eine wundervolle Zeit damals mit Euch (Hippipp hura, die Post ist da…)! Danke dafür! Liebe Grüße, Axel Gresch

  3. Ein ergreifender Artikel,den ich zufällig gefunden habe.Bin in den Jahren 1963-1966 Mitglied beim Post SV gewesen und 1966 dann nach Schweden ausgewandert Gibt es noch einige „Oldies“ aus dieser Zeit im Verein? An Dieter Wendt kann ich mich sehr erinnern und ich glaube,daß Ede Neu in dieser Zeit Vorsitzender war.
    Wäre schön eine Info von Euch zu bekommen.
    Gruss
    Werner

  4. Auch ich bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen.Bin nach dem Krieg 1946 in den
    Verein eingetreten.Wir haben in Ermangelung
    von Sportkleidung alte Hosen und Hemden
    in blau/gelb einfärben lassen.Karl Tess der
    Jugendleiter hat zu jedem seiner Spieler
    Geburtstagskarten geschickt oder pers.
    vorbeigebracht.1953 durfte ich einige Spiele mit den Gebrüder Fahrig,Slama,
    Reich,Rose,Kirbach usw.machen.Leider
    sind wir dann abgestiegen.
    Danach war ich einige Zeit in der Schweiz.
    Die Verbundenheit zum alten Club blieb
    aber immer bestehen.

  5. prima Initiative! das fuer mich überraschende Ende des Post SV hat mich tief getroffen. ich bin 1965 eingetreten , der Forsthof mit seinen drei Rasenplaetzen war doch viel reizvoller, als bei BU oft genug auf den Langenforter Grandplaetzen zu spielen, in der A-Jugend mit D. Wendt als Trainer, mit Rüdiger Scholz, dem leider viel zu frueh verstorbenen Mitspieler, der auch gleichzeitig Klassenkamerad war . spaeter mit Frank Becker, der dann nach wenigen Jahren in der Liga zu Victoria und Hummelsbuettel ging, um dann in die alte Herren zum Post SV .zurueckzukehren.
    auch wenn es aus Altersgruenden irgendwann mal Zeit wurde, nicht mehr in kurzen Hosen über den Platz zu laufen, war der Post SV, vor allem aber viele Mitspieler ein nicht wegzudenkender wichtiger Teil meines Lebens.
    Leider habe ich, wie wahrscheinlich viele andere Ehemalige Post’ler nicht gewusst, wie es um den Verein steht. Vielleicht haette man etwas retten koennen. Leider ist das jetzt zu spät.
    das bedauere ich zutiefst.
    bernd Puschendorf

    1. Auch ich war schockiert von dieser Nachricht. Selbst habe ich als Ur-Barmbeker von 1965 – 1977 in diesem Verein gespielt. Unter Hans-Günther Otto, „Ede“ Neu und mit Helmut Jürs. Wie viele andere habe ich auch einen großen Teil meiner Bindung zu diesem Verein mit dem Umzug zum Neusurenland verloren. Es war schon etwas Besonderes, dass man als Jugend- oder Untere Herrenspieler mindestens die Hälfte seiner Spiele auf Rasen austrug (Forsthof). Diese Verschlechterung und der verlängerte Anfahrtsweg, ganz besonders für die Jugendlichen, war sicherlich schon so was wie der erste Sargnagel. Meine Kinder spielten dann schon nicht mehr beim Post SV, sondern bei Paloma und UH (übrigens mit dem Sohn von Martin „Pfütze“ Grey). Man konnte auch sicherlich nicht auf den Nachwuchs im neuen Stadtteil bauen, denn die hatten eine höhere emotionale Bindung an die etablierten Vereine in Farmsen.
      Auch wenn ich vom tatsächlichen Geschehen zu weit entfernt bin, um es sachgerecht beurteilen zu können, es müssen zum Schluss gravierende Fehler in der Vereinsführung gemacht worden sein.
      Woanders führen solche Probleme zu einer Fusion. Warum nicht hier?? Schade

  6. Ein schöner Beitragg von dir, ich war letztens in Hamburg
    und musste am Neusurenland Bagger sehen.
    Bernd da kommt ein wenig wehmut auf.
    Ich habe ja auch noch mit dir in der Manschaft gespielt,Ich vorn rechts mit der 8 <peter in der Mitte und Ulf Robert links. du im Mittelfeld mit Hansel und Frank hinten. Für mich die beste Truppe in der ich war-Das mit Scholle ist traurig, das hatte ich mal von Norbert Neske gehört.gruss Gernot

    1. Hallo Gernot, natuerlich kann ich mich gut erinnern.
      Wir hatten wirklich eine starke Mannschaft .
      ich kann es immer noch nicht fassen,dass es den PSV nicht mehr gibt und dass das unumkehrbar ist.
      Bevor man einen solchen Verein in die Insolvenz schickt, haette es mit Sicherheit div. Moeglichkeiten gegeben, das zu verhindern. Leider hatte ich, wie wahrscheinlich viele andere alte Postler ,keine Ahnung, dass das drohte. Wenn der Vorstand rechtzeitig versucht haette, moeglichst alle Mitglieder vorab zu informieren, waere es nicht zur Insolvenz gekommen, davon bin ich überzeugt..
      aber vorbei ist jetzt vorbei, traurig, der Post SV war (und bleibt) der wichtigste Teil meines sportlichen
      Lebenslaufes
      Bernd Puschendorf

  7. Ein bewegender Artikel – danke danke danke – ich habe und durfte als Kind – als Jugendlicher die blaugelben Fragen tragen und habe auch meine ersten Schritte in der Ligamannschaft beim Post SV gemacht – leidenschaftlich und mit ganzem Herzen – ich denke oft an die Zeit am Forsthof und am Neusurenland und die Menschen – denen ich derzeit begegnet bin zurück – jetzt finde ich hier einige Namen ehemaliger Weggefährten wieder und bin ganzkörpergänsehautberührt – sofort sind die Bilder von damals da – freu – und beste Grüße auf diesem Wege an alle – die sich angesprochen fühlen – Dein und Ihr und euer Olaf Schechten

  8. Ich bin beim Stöbern heute auf diesen Artikel gestoßen. Mir ging es wie Olaf Schechten – totale Gänsehaut.
    Als zehnjähriger bin ich 1969 zum Post SV an den Forsthof gekommen. Mein erster Trainer war (Dieter?) Martens in der 7. Knaben, danach lange Jahre W. Schechten, mit unermüdlichem Einsatz. Er hat uns vom Forsthof, mit dem Fahrrad, den Weg zum Neusurenland gezeigt – man war das manchmal anstrengend, die stetig ansteigende Steilshooper Allee zu überwinden.
    Ich habe dann bis 1977 alle Jugendmannschaften durchlaufen und bis Sommer 1979 dem Ligakader angehört.
    Seitdem bin ich beim USC Paloma. An viele Ur-Postler und Mitspieler erinnere ich mich heute immer wieder gern. Jörg und Olaf Schechten, Wolfgang Gley, Alfons Warning, Ingo Hegewald, Jürgen Schulz……“Scholle“ Scholz, Düse Meyer, Rüdiger Hansel, Martin Grey, Kippl Wendt, Dieter Wendt, Paul Posorske, Ede Neu, Kurt Spies, um nur einige zu nennen, es war eine tolle, prägende Zeit – Schade um den Verein!!!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.